Insekten – Ausstellung von 22. Nov – 20. Dez. 2014 in POT72

Insekten in ihrem Formen- und Farbenreichtum hatten immer schon eine Faszination auf Künstler. Zusammengerollte tote Wespen um ein Vielfaches vergrößert auf Leinwand gebracht wie bei dem Maler Jens Heller; Schwarzweißfotografien von Insekten durch das Rasterelektronenmikroskop abgelichtet von der Fotografin Claudia Fährenkemper; im Alltag gefundene tote Ameisen, Wespen, Fliegen werden maßstabsgetreu von Milena Aguilar auf eine Metallplatte radiert und mit verschiedenen Techniken des Tiefdrucks reproduziert. Auf unterschiedlichste Weise nähern sich die Künstler in der Ausstellung “Insekten“ im ARTSpace POT72 dem Thema an.

Kristine Wedgwood-Benn macht Scherenschnitte von krabbelnden Ameisen. Christian von Steffelins Fotografien zeigen die Schönheit und Farbigkeit von Motten und Fliegen. „Gelassenheit“ heißt das Werk des Malers Mike Spike Froidl. Dabei wird mit dem Unbehagen, das viele beim Anblick von Insekten empfinden, gespielt.

Das Künstlerduo GodsDogs baut Objekte für die Insekten Ausstellung, die sich an der Symbolik der Spinnen wie Angst, Vernetzung orientieren. Mythen und Sagen von Spinnen werden aufgegriffen, wie die drei Nornen aus der nordischen Mythologie, die schicksalshaft den Lebensfaden spinnen und die griechische Sage der Arachne.

Die Bildhauerin Ulrike Doßmann beschäftigt sich mit schlüpfenden Zikaden und verlassenen Eiern. Lisa Pakschies widmet sich in ihrer Insektenarbeit dem Rätsel der Malerei.

Farfalle – aus Glühbirnen von Lichterketten werden Schmetterlinge durch die Gestalterin Carolin Koch. Sie macht aus gefundenen Alltagsgeständen Kunstobjekte.

Calliphora vomitoria – rettet die Parasiten! Das fordert die Künstlerin Ingrid Honneth. Sie macht aus Fliegen wieder ihre berühmten Blow-Ups: plastische Vergrößerungen von Alltagsobjekten wie in diesem Fall die allgegenwärtigen Fliegen.

Stefan Ssykor beschäftigt sich künstlerisch seit über zehn Jahren mit den Käfern, den Bugs im Computersystem. Mit dem Wort „Bug“ wurden schon weit vor dem 20.Jahrhundert kleine Fehler in elektromechanischen Anlagen bezeichnet. Knistern und Rauschen in der Telefonverbindung hätten ihre Ursache in kleinen Tieren, Insekten, welche sich an den elektrischen Verbindungen zu schaffen machten.

In seiner Installation “The Bug” (2002-2014) – eine Art Lab und Versuchsfeld aus Zeichnungen, fotographischen Skizzen und Malerei geht Stefan Ssykor dem Phänomen dieser Bugs nach.

22. November – 20. Dezember 2014

Eröffnung am Samstag, den 22. November 2014 um 19 Uhr

Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag 14- 18 Uhr und nach Vereinbarung

Info: info@whatulookinart.com

Fräulein Brehms Tierleben Hymenoptera – Die wilden Bienen kommt am 27. November um 20 Uhr im ARTSpace POT72